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ICF in der Förderplanung: Wünsche, Fähigkeiten und Ziele verbinden. Bedeutung für die Bedarfsermittlung und den Bericht

Das bio-psycho-soziale Modell in der täglichen Praxis

 

Die ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) stellt die aktuelle Klassifikation für Behinderung und Rehabilitation der WHO dar. Mit ihr lässt sich der Hilfebedarf anhand der Beeinträchtigung von Funktionen, Strukturen, Aktivitäten und Teilhabe beschreiben. Kontextfaktoren in der Umwelt und der Person stellen wichtige Einflussgrößen auf die Behinderung dar.

 

Der ICF liegt das bio-psycho-soziales Modell zugrunde. Dieses Modell ist die Grundlage im Verständnis von Behinderung und in der Bedarfsermittlung und Förderplanung von zentraler Bedeutung.

 

Im Zuge der Einführung BiBay und der Umsetzung des BTHG in Bayern ist die ICF in der Bedarfsermittlung in der Eingliederungshilfe relevant.

 

Im Seminar werden wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie kommt man von einem Wunsch oder einem Bedürfnis eines Menschen zu Zielen und Teilhabezielen? Welche Bedeutung und Aufgabe kommt der Funktionsfähigkeit (ICF) zu? Welche Anforderungen werden an die Dokumentation und den Bericht gestellt?

Sie haben bereits Basiskenntnisse in der ICF und dem bio-psycho-sozialen Modell erworben und sind an der Förderplanung von Menschen mit Behinderung beteiligt.

 

Inhalt:

Nach einer gemeinsamen Rekapitulation der ICF und des bio-psycho-sozialen Modells werden wir anhand ihrer Praxisbeispiele den Zusammenhang von Wünschen und Bedürfnissen auf der einen Seite und Zielen (speziell: Teilhabezielen) erarbeiten. Als weitere wichtige Grundlagen in Bayern sind Kenntnisse zum BIBay (Bedarfsermittlungsinstrument Bayern) und die Festlegungen dazu in der Orientierungshilfe Teil des Seminars. Entstehung, Bedeutung und wichtige Festlegungen zum Bedarfsermittlungsinstrument werden vorgestellt. Worauf ist z.B. bei der Aushandlung und Formulierung von Zielen zu achten? In einem zweiten Schritt betrachten wir den Zusammenhang von Zielen mit der (aktuellen) Funktionsfähigkeit eines Menschen. Es entsteht eine Förderplanung, die die Grundlage für die Arbeit mit Klientinnen sowie Klienten und der Dokumentation sowie dem Bericht zur Reflexion des Maßnahmeverlaufs bildet. Welche Ziele und v.a. welche Zielformulierungen eigenen sich gut zu einer Überprüfung der Wirkung einer Maßnahme oder einer Leistung?

 

Alle Teilnehmenden werden gebeten, ein konkretes Praxisbeispiel aus ihrem Arbeitsalltag mitzubringen.

 

Inhalte: (Jeweils in Theorie und in der praktischen Umsetzung)

- Rekapitulation ICF Grundlagen und Inhalte

- Personzentrierte Hilfe- und Förderplanung

- Bedarfsermittlung (BTHG)

- BIBay, Orientierungshilfe und Bericht zur Reflexion (ehemals HEB A/B/C)

- Vom Wunsch zum Ziel

- Sozialrechtliche Grundzüge der Bedarfsermittlung

- Wirkung und Wirksamkeit

 

Zielgruppe:

Mitarbeitende in der Eingliederungshilfe mit Grundkenntnissen zu ICF und Förderplanung.


DozentenInnen

Keller, Klaus, Dr.

Dr. Klaus Keller

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Termine

Termin Uhrzeit
Mo., 28.06.2027 10:00–17:30 Uhr
Di., 29.06.2027 09:00–16:00 Uhr