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Assistenz zur Selbstbestimmung Mit welcher Haltung, Rolle und Methodik werde ich dieser Aufgabe gerecht?

Für Mitarbeitende der Teilhabe bedeutet die konsequente Ausrichtung ihrer Arbeit an der Selbstbestimmung ihrer Klientinnen und Klienten einen Paradigmenwechsel weg von bevormundender Fürsorge hin zu einer dienstleistungsorientierten Begleitung.

 

Notwendig ist dafür, ein verändertes Rollenverständnis und eine angemessene Grundhaltung. Es gilt die eigene Sicht zurückzustellen oder zu relativieren und betroffene Menschen bei der Umsetzung ihrer Absichten und Ziele zu unterstützen. Oft ist das eine Gratwanderung zwischen Hilfe und Autonomie, besonders bei hohem Unterstützungsbedarf. Hier ist eine Balance zu finden, die Selbstbestimmung ermöglicht, ohne bestehende Abhängigkeiten zu verschleiern oder zu Überforderung zu führen. Mitarbeitende müssen bisweilen ihre eigenen Erwartungen und Deutungshoheiten hinterfragen, um auch geringe Selbstbestimmungspotenziale zu fördern. Dort, wo keine autonome Entscheidung der Betroffenen möglich ist, nehmen Mitarbeitende eine begründete Stellvertretung wahr, müssen diese Macht aber stets an den Bedürfnissen der Person ausrichten.

 

Der Aufbau und die Ausgestaltung einer professionellen Beziehung ist hierfür eine zentrale Aufgabe für alle assistierenden Mitarbeitenden

 

Das Seminar ist zweigeteilt:

 

1. Tag (Markus Flum)

Arbeit an Haltung und Rollenverständnis für die Assistenz zur Selbstbestimmung mit Schwerpunkt Gestaltung der Beziehung zu den Klientinnen und Klienten.

 

2. Tag (Ben Lutz und Markus Flum)

Vorstellen des WKS-Modells (Willem Kleine Schaars) durch einen Praktiker. Hier handelt es sich um ein Assistenzkonzept, das darauf abzielt, Selbstbestimmung und Autonomie für Menschen in Abhängigkeitsverhältnissen zu fördern. Der Kernsatz lautet: Jeder Mensch hat die Regie über seine Möglichkeiten. Es dient dazu, eine Balance zwischen Überbehütung und Überforderung zu finden, indem der Fokus auf den Stärken und Ressourcen der assistenzbedürftigen Person liegt. Die praktische Umsetzung basiert auf einer klaren Rollenaufteilung im Team, um die Perspektive der Klientinnen und Klienten in den Mittelpunkt zu stellen.


DozentenInnen

Flum, Markus

Markus Flum

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Lutz, Ben

Ben Lutz

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Termine

Termin Uhrzeit
Mo., 03.05.2027 10:00–17:30 Uhr
Di., 04.05.2027 09:00–16:00 Uhr